Hören & Verstehen

Die Ursachen für eine Hörminderung im Alter sind noch nicht eindeutig geklärt. Durchblutungsstörungen, Ablagerungen im Ohrbereich, sich verändernde Bindegewebsstrukturen können eine Rolle spielen, ebenso Alterungsprozesse im Gehirn. Familiäre Veranlagungen sind offenbar von Bedeutung, ebenso schädigende Einflüsse, die im Laufe des Lebens auf das Gehör einwirken. Dazu gehören vor allem Lärm, Dauerstress, Umweltgifte, Medikamente, ungesunde Ernährung sowie Bewegungsmangel. Nachteilige Folgen haben möglicherweise auch häufige oder chronische Entzündungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich.

 

Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) gehört zu den typischen Innenohrschwerhörigkeiten. Betroffen sind vor allem die Sinneszellen des Hörorgans auf beiden Seiten. Zu der fortschreitenden Schallempfindungsstörung kann noch eine Schallleitungsschwerhörigkeit kommen, also eine Ursache auf dem Weg des Schalls zum Innenohr.

 

Je nach individueller Veranlagung nimmt im Laufe des Lebens die Hörfähigkeit ab, das Gehör lässt allmählich nach. Aber nicht jeder wird im Alter schwerhörig. Viele Menschen hören auch mit siebzig noch gut, während mancher 40-jährige schon eine Hörunterstützung braucht. Natürlich altert auch das Gehör, wie viele biologische Funktionen. Die damit zusammenhängenden Vorgänge wirken sich jedoch unterschiedlich auf das Sprachverstehen aus. Je früher eine Hörminderung bemerkt und aktiv angegangen wird, desto geringer sind meist die Folgeschäden.

Auswirkung einer Hörminderung

Der Effekt einer typischen Altersschwerhörigkeit. Die Hörschwelle sinkt in Richtung der hohen Frequenzen ab, sodaß diese kaum oder nicht mehr wahrgenommen werden.
Der Effekt einer typischen Altersschwerhörigkeit. Die Hörschwelle sinkt in Richtung der hohen Frequenzen ab, sodaß diese kaum oder nicht mehr wahrgenommen werden.

Der Hörprozess (Quelle: Med-El)


Oft wird trotz einer bemerkten Hörminderung der Gang zum Ohrenarzt jahrelang (durchschnittlich 10 Jahre) hinausgezögert mit den Worten "ich höre ja noch gut genug". Leider wird während dieser Zeit oft das Hören "verlernt", da das Gehirn weniger mit Reizen versorgt wird. Dadurch wird die Anpassung eines Hörsystems Jahre nach Beginn der Schwerhörigkeit erschwert, da es oft als "zu laut" empfunden wird oder der Träger von den nun wieder gehörten Tönen völlig überfordert ist. Das Hören muss nun erst wieder ein Stück weit neu erlernt werden, was eine gewisse Zeit und vor allem Motivation des Trägers in Anspruch nimmt.

 

Es ist daher ratsam, so früh wie möglich bei den ersten Anzeichen eines Hörverlustes den Ohrenarzt oder Hörakustiker aufzusuchen, um das Hörvermögen zu ermitteln und bei Bedarf ein passendes Hörsystem anzupassen, bevor der Prozess des "Hören-Verlernens" stark voranschreitet. Übrigens: Ihre Krankenkasse unterstützt Sie meist großzügig bei der Anschaffung eines Hörsystems. 


Patentiertes Meß- und Anpassverfahren

Eine präzise und individuelle Hörgeräte-Anpassung ist ebenso wichtig wie das Gerät selbst. Wir sind als einziger Hörakustiker im Raum Rottweil Partner von "Audiosus", einem patentierten Anpassverfahren, das Ihnen ein möglichst natürliches Hören von Anfang an ermöglicht.